Die Entstehung und Idee der Sunderner Heimatkrippe

In der Rochus-Kapelle an der Hauptstraße findet durch die Anregung von Pfarrer Michael Schmitt seit der Adventszeit 2002 die Sunderner Heimatkrippe Aufstellung. Sie zeigt neben den biblischen Szenen Figuren aus dem Gebiet der 1975 entstandenen Stadt Sundern. Aus verschiedenen Ortsteilen sind verstorbene Menschen in der Kleidung ihrer Zeit dargestellt, die von dort stammen oder dort gelebt und aus ihrem Glauben heraus gewirkt haben. Bemerkenswert ist die Vielzahl von bedeutenden Persönlichkeiten die aus der Großgemeinde hervorgegangen sind und in Staat, Kommune, Kirche und Gesellschaft teilweise bedeutende Spuren hinterlassen haben.


Die Krippenfiguren wurden vom Bildhauer Helmut Hecker in zeitgenössischer Form aus Lindenholz geschaffen und farbig gefasst. Hecker, geboren 1934 in Heisterschoss bei Siegburg, verspürte schon als Kind eine starke Neigung, sich künstlerisch auszudrücken. So verwundert es nicht, dass er später für drei Jahre nach Oberammergau in die staatliche Fachschule für Bildhauerei ging, um eine solide Ausbildung zu erlangen. Fast 25 Jahre lebte er dann in Beckum im Münsterland. 1986 zog er nach Olpe, 1997 nach Kirchhundem und lebt seit Ende 2002 wieder in Beckum. Die Materialien seiner Arbeiten umfassen neben Holz Bronze, Stein, Terrakotta, Aluminium und Polyester. An vielen Orten hat er bereits ausgestellt, so unter anderem regelmäßig bei den großen Krippenausstellungen in Telgte und Losheim in der Eifel.
Die Panoramabilder in Ölfarbe schuf der heimischen Künstler Willi Wiegenstein (geb. 1928). Der Krippenstall zeigt die 1682 errichtete Rochus-Kapelle aus Fachwerk; die Inschrift über dem Torbogen stammt als Auszug aus der barocken Stiftungsurkunde. Sie ist der bis 1926 bestehende Vorgängerbau des heutigen Gotteshauses. Vom 1. bis zum 3. Advent bildet der bis 1897 stehende mittelalterliche Kirchturm von St. Johannes die Kulisse für die Verkündigung des Engels Gabriel an Maria. Beide Gebäude fertigte Gerhard Scheffer-Michels. Weitere Helfer standen und stehen bereit, um dieser wohl einzigartigen Darstellung des Weihnachtsfestes im Sauerland und darüber hinaus Gestalt und Form zu geben.